Inhalt
Wie hängen Ernährung und Cholesterin zusammen?
Für eine Ernährung zum Schutz von Herz und Kreislauf sind folgende Punkte wesentlich:
- Übergewicht reduzieren
- Fettzufuhr beschränken und hochwertige Fette wählen
- Ballaststoffreiche Kost bevorzugen
- Kochsalz- und Natriumzufuhr einschränken
- Zuckerzufuhr reduzieren
Übergewicht reduzieren
Übergewicht belastet das Herz. Das Mehr an Fettgewebe wird von zusätzlich benötigten Blutgefäßen versorgt. Die Gesamtstrecke, durch die das Herz Blut pumpen muss, ist damit deutlich länger: Das Herz mehr arbeiten. Die Folge ist häufig ein erhöhter Blutdruck, es kann sich auch eine Herzschwäche ausbilden.
Ein internationales Maß für das Körpergewicht ist der body mass index (BMI). Der Normalwert liegt bei der Frau zwischen 19 und 24, beim Mann zwischen 20 und 25. Ab einem Wert von 30 spricht man von Übergewicht.
BMI-Rechner
Fettzufuhr beschränken und hochwertige Fette wählen
Fett einsparen
Da die fettreichen Nahrungsmittel auch die cholesterinreichen sind, können Sie Ihr Cholesterin schon dadurch reduzieren,
- dass Sie Fettränder am Fleisch entfernen oder gleich mageres Fleisch nehmen (Kalb, Ente ohne Haut, Pute, Wild) oder auch öfter einmal Fisch.
- indem Sie das Essen fettarm zubereiten, also durch Kochen, Grillen, Dünsten oder im Wok. Beim Braten und Schmoren können Sie Fett sparen, indem Sie beschichtete Pfannen oder Bratfolie verwenden. Achten Sie auch auf die versteckten Fette: Eiernudeln, Mayonnaise, fette Saucen, Salami, Pizza usw..
Cholesterin meiden
Eigelb und Innereien sind die größten Cholesterin-Sünden. Aber auch fetter Käse, Butter und Sahne sowie Schalentiere (z. B. Krabben) enthalten reichlich Cholesterin. Sie müssen nicht Ihr Leben lang darauf verzichten, sollten aber den Verbrauch deutlich einschränken.
Gesündere Fette bevorzugen
Es gibt gesättigte und ungesättigte Fette. Die gesättigten Fette sind meist tierischer Herkunft, wie z. B. Butter. Sie erhöhen den Blutcholesterinspiegel.
Verwenden Sie ungesättigte Fette. Diese sind meist pflanzlicher Herkunft wie Olivenöl oder Margarine. Tauschen Sie – wo immer möglich - die tierischen Fette gegen pflanzliche aus.
Welche Nahrungsmittel sollten Sie bevorzugen, welche meiden?
Ballaststoffreiche Kost bevorzugen
Ballaststoffe sind kein unnützer Ballast. Im Gegenteil: Sie sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die die Darmtätigkeit fördern und zu einem niedrigeren Cholesterinspiegel beitragen! Ballaststoffe sind z. B. in Salaten, frischem Obst, Hülsenfrüchten, Gemüse oder Vollkornprodukten und Weizenkleie enthalten.
Unlösliche Ballaststoffe, insbesondere in Vollgetreide, können das Risiko für Gefäßerkrankungen und Diabetes mellitus senken. Möglicherweise beruht dieser in Studien beobachtete Effekt auf einer günstigen Beeinflussung des Zuckerstoffwechsels. Ein täglicher Verzehr von 30 Gramm Weizen oder Hafer kann bereits den Blutzuckerspiegel senken, ohne die Insulinausschüttung zu erhöhen.
Kochsalz- und Natriumzufuhr einschränken
Viele Menschen nehmen mit ihrer Nahrung weitaus mehr Salz zu sich, als notwendig und gesund ist. Kochsalz, Nitritpökelsalz (in vielen Fleisch und Wurstwaren) und auch Meersalz können zu Bluthochdruck führen. Kommen noch weitere die Gefäße schädigende Risikofaktoren hinzu, können Herzinfarkt oder Schlaganfall drohen.
Zuckerzufuhr reduzieren
Zucker liefert leere Kalorien, d. h. Kalorien ohne Vitamine und Mineralstoffe. Im Übermaß führt das zu Übergewicht und Karies. Aber auch der Fettstoffwechsel wird gestört. Deshalb: Süßigkeiten und süße Milchprodukte sowie Limonaden nur in Maßen oder direkt austauschen: Wasser mit einem Schuss Zitrone hilft auch noch beim Abnehmen.

Infoblatt: Ernährungstipps (549 KB)