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Fettstoffwechsel-Lexikon


Angina pectoris

Schmerzen in der Herzgegend als Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit. Diese Schmerzen treten auf, wenn der Herzmuskel nicht ausreichend mit Blut versorgt wird.


Arterien

Arterien sind die Blutgefäße, die Organe und Gewebe mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Es sind auch die Blutgefäße, die von Atherosklerose befallen werden.


Arterienverkalkung

siehe Arteriosklerose


Arteriosklerose

Die Arteriosklerose (Synonym: Arterien-Verkalkung, Atherosklerose) ist eine Erkrankung der Blutgefäße die durch Ablagerung von Fett, Cholesterin und Eiweiß verusacht wird. Hierdurch verengen sich die Gefäße, die Gefäßwand verhärtet sich und verliert ihre natürliche Elastizität. Die Folgen sind unter anderem eine mangelhafte Blut- und Sauerstoffversorgung der Gewebe (z.B. im Gehirn oder Herzen) und die erhöhte Gefahr eines vollständigen Gefäßverschlusses (Thrombose).

(Folgende Animation ist nicht barrierefrei)

Unsere Animation zeigt die verschiedenen Phasen bei der Entstehung der Arteriosklerose.


Atherosklerose

siehe Arteriosklerose versorgt wird.


Atherosklerotischer Plaques

Plaques kommt aus dem Französischen und bedeutet Platte oder Fläche. Bestimmte Stellen der Innenschicht von Arterien verändern sich durch die Cholesterin einlagerungen. Es kommt zu einer Verhärtung und Verdickung der Innenwand. Diese Stellen nennt man atherosklerotische Plaques.


Ballaststoffe

sind unverdauliche Bestandteile in der Nahrung, die den Darm anregen und dazu beitragen, das Cholesterin zu senken. Ballaststoffe kommen in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn-Produkten vor.


Bewegungsmangel

Bewegungsmangel ist ein Risiko-Faktor für Atherosklerose. Regelmäßige Bewegung, also Sport, senkt den Cholesterin spiegel und beugt Atherosklerose vor.


Bluthochdruck

Bluthochdruck ist ein weiterer Risiko-Faktor für Atherosklerose, weil der erhöhte Druck in den Gefäßen zu Schäden an den Gefäßwänden führt. Diese Schäden können maßgeblich zur Atheroskleroseentstehung beitragen.


Cholesterin

Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff, den der Körper braucht, um seine Arbeit aufrechtzuerhalten. Um seinen Bedarf an Cholesterin zu decken, produziert er es selbst. Wenn außerdem über die Nahrung zuviel Cholesterin zugeführt wird, dann wird es schädlich, führt zu Atherosklerose.


CSE-Hemmer

Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer sind die Medikamente, die das Cholesterin am effektivsten senken. Sie drosseln die körpereigene Produktion von Cholesterin, sodass es aus dem Blut herangezogen wird. Durch diesen Mechanismus wird der Cholesterinwert deutlich gesenkt.


Diabetes mellitus

siehe Zuckerkrankheit


Fettstoffwechsel

Feststoffwechsel ist der Aufbau, Umbau und die Verwertung von Fettstoffen (wie Cholesterin und Triglycerid) im Körper.


Gesamt-Cholesterin

Auch Serum-Cholesterin genannt, setzt sich aus HDL, LDL und weiteren Anteilen zusammen. Es wird auch Serum-Cholesterin genannt, weil es im Blutserum nachgewiesen und gemessen werden kann.


Gesättigte Fette

Auch gesättigte Fettsäuren genannt, gehören zu der Sorte von Fett, die das Cholesterin erhöht (im Gegensatz zu den ungesättigten Fetten). Gesättigte Fette kommen in tierischen Lebensmitteln vor. Sie werden auch Fettsäuren genannt, weil ihre chemische Struktur zur Gruppe der Säuren gehört.


HDL, high density lipoproteine

Lipoprotein mit hoher Dichte. HDL wird auch das "gute Cholesterin" genannt, weil es das Cholesterin, das sich in den Arterien festsetzt, wieder ablöst und abtransportiert.


Hypercholesterinämie

Hypercholesterinämie ist der medizinische Ausdruck für zu viel Cholesterin im Blut.


KHK

siehe koronare Herz-Krankheit


Koronare Herz-Krankheit (KHK)

Koronare Herz-Krankheit (KHK) ist eine Verengung oder sogar Verstopfung der Herzkranzgefäße durch Atherosklerose. Sie kann sich unter anderem durch Schmerzen in der Herzgegend äußern, der so genannten Angina pectoris.


LDL, low density lipoproteine

Lipoprotein mit niedriger Dichte. Es ist das "schlechte Cholesterin", das sich in den Arterien absetzt und zu Atherosklerose führt.


LDL-Rezeptoren

LDL-Rezeptoren sind die Aufnahmestellen der einzelnen Organe und Gewebe, an denen LDL aufgenommen werden kann. Diese Rezeptoren funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip, sodass dort nur LDL aufgenommen wird, wo der passende Rezeptor gerade nicht besetzt ist.


Lipid

Lipid lautet der medizinische Ausdruck für alle Fettsubstanzen im Körper. Auch Cholesterin und Triglyceride sind Lipide. HDL und LDL hingegen sind Lipoproteine.


Lipid-Senker

Lipid-Senker sind Medikamente, die Lipide (Cholesterin, Triglyceride) senken. Es gibt verschiedene Sorten – wie z. B. Fibrate, Ionen-Austauscher-Harze oder CSE-Hemmer – von denen sich CSE-Hemmer als die effektivsten zur Senkung des Cholesterins erwiesen haben.


Lipoproteine

Lipoproteine sind Stoffe aus Lipid (Fett) und Protein (Eiweiß) wie HDL und LDL. Lipoproteine sind Trägerstoffe, die das Cholesterin durchs Blut transportieren. Da Cholesterin nicht wasserlöslich ist, und Blut zum größten Teil aus Wasser besteht, braucht Cholesterin die Lipoproteine als Transporter.


Risiko-Faktoren

Risiko-Faktoren für Atherosklerose und ihre Folgen sind Krankheiten oder Angewohnheiten, die das Risiko von Atherosklerose erhöhen: z. B. Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und natürlich ein erhöhter Cholesterin wert.


Serum-Cholesterin

siehe Gesamt-Cholesterin


Statine

Statine sind die Wirkstoffe der CSE-Hemmer, einer Gruppe von Medikamenten zur Cholesterin-Senkung. Verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Statinen stehen zur Auswahl.


Triglyceride

Triglyceride sind Blutfette, verwandt mit Cholesterin. Auch Triglyceride sind in hoher Konzentration schädlich. Ab 400 mg pro dl Blut verschlechtern sie die Fließeigenschaften des Blutes und können Durchblutungsstörungen in Herz und Gehirn hervorrufen, oder zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen.


Übergewicht

Übergewicht ist ein Risiko-Faktor für Atherosklerose, weil Übergewicht durch kalorienreiche Ernährung entsteht (mit Ausnahme des krankheitsbedingten Übergewichts). Kalorienreiche Ernährung geht oft mit cholesterinreicher Ernährung einher.


Ungesättigte Fette

Auch ungesättigte Fettsäuren genannt, unterteilen sich in einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fette. Der Unterschied liegt in der chemischen Struktur, aber beide wirken sich im Gegensatz zu den gesättigten Fetten positiv auf den Cholesterin wert aus. Chemisch gesehen gehören sie zur Gruppe der Säuren und werden deshalb auch Fettsäuren genannt.


Zigaretten rauchen

Zigaretten rauchen ist ein schwerwiegender Risiko-Faktor für Atherosklerose, da Nikotin die Blutgefäße stark verengt.


Zuckerkrankheit

Auch Diabetes mellitus genannt, ist ein weiterer Risiko-Faktor für Atherosklerose. Diese Krankheit stört außerdem auch den Fettstoffwechsel. Deshalb haben Diabetiker meistens zu hohe Cholesterin werte.