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Wie wird eine Atherosklerose behandelt?

In erster Linie muss die Grunderkrankung behandelt werden, beispielsweise hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes. Hier kommt zum einen eine medikamentöse Behandlung in Frage, zum anderen sind häufig Änderungen der Lebensgewohnheiten notwendig. Vorhandene Risikofaktoren müssen ausgeschaltet werden, sofern dies möglich ist.

Manche Gefäßveränderungen können operiert werden. Beispielsweise können verengte Stellen mit Spezialkathetern und Ballons geweitet werden. Zusätzlich könne kleine Drahtnetze (Stents) den behandelten Gefäßabschnitt offen halten. Dies wird häufig im Bereich der Herzkranzgefäße angewendet.

Eine weitere Möglichkeit ist, operativ eine Umleitung der Blutbahn zu schaffen. Mit einem körpereigenen Gefäßstück oder einer künstlichen Gefäßprothese konstruiert der Chirurg einen so genannten Bypass, der das Blut am verengten Gefäßabschnitt vorbeiführt und die Versorgung der angeschlossenen Gewebe und Organbereiche sichert. Die meisten Patienten kennen Bypässe vor allem als Umleitungen am Herzen. Auch im Bereich der Beinarterien, der Nieren oder der großen Körperschlagader (Aorta) werden häufig künstliche Blutbahnen angelegt.

Illustration: Links: In ein Blutgefäß mit einer atherosklerotischen Engstelle wird ein Ballon in unaufgeblasenem Zustand eingeführt. Mitte: Der Ballon wird im Bereich der Engstelle aufgeblasen und verdrängt die Ablagerungen. Rechts: Der Ballon wird in unaufgeblasenem Zustand zurückgezogen.

Abbildung: Erweiterung einer atherosklerotischen Engstelle mithilfe eines Ballons (Ballondilatation)

Abbildung: Einsetzen eines Stents

Abbildung: Einsetzen eines Stents