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Welche Gefahren gehen von einer Atherosklerose aus?
Durchblutungsstörungen
Atherosklerotische Veränderungen können alle Arterien des menschlichen Körpers betreffen. Es kommt zu einer Verengung der Blutbahn und in der Folge zu einer Durchblutungsstörung des Gewebes: Jedes Organ des Körpers kann davon betroffen sein.
Herz (Angina pectoris und Herzinfarkt)
Gehirn (Verschlechterung mentaler Funktionen, Schlaganfall)
Beine (Schaufensterkrankheit und Raucherbein)
Beckenarterien (Erektionsstörungen)
Innenohr (Schwindel und Tinnitus)
Thrombose
Wenn die Innenschicht der Blutgefäße zusätzlich geschädigt ist, z. B. durch hohen Blutdruck oder Rauchen, kann sie kleine Risse bekommen. Blutplättchen, die bei der Blutstillung eine Schlüsselrolle spielen, lagern sich an die Gefäßwand an und setzen hier den Gerinnungsprozess in Gang. Innerhalb des Gefäßes bildet sich so ein massives Blutgerinnsel (Thrombus), das den Blutfluss stark behindern, im schlimmsten Fall ganz unterbrechen kann. Geschieht dies im Herzen oder im Gehirn, ist – wie bei der Embolie – oft ein Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge.
Embolie
Atherosklerotische Plaques sind nur relativ locker mit der Gefäßwand verbunden. Es können sich jederzeit Plaque-Teile lösen, die dann vom Blutstrom mitgerissen werden. Wie ein treibender Baumstamm in einem Fluss bleiben die Bruchstücke oft an Stellen hängen, wo sich das Gefäßsystem verengt. Das Gefäß verstopft. Ärzte nennen ein solches Ereignis Embolie. Gewebe, das von der Blutversorgung abgeschnitten ist, geht zugrunde. Bei Muskelgewebe ist das nach 6-8 Stunden der Fall. Herzmuskelzellen sterben nach 20 Minuten ohne Blutversorgung, Gehirnzellen nach 3 Minuten. Kommt es zu einer dauerhaften Blockade eines Herzkranzgefäßes oder einer Gehirn-Arterie, spricht man von Herzinfarkt beziehungsweise Schlaganfall.
Zeichen einer arteriellen Embolie sind:
- Peitschenartiger Schmerz
- Blässe
- Gefühllosigkeit (der betroffenen Extremität)
- Pulslosigkeit
- Bewegungsunfähigkeit
- Kreislaufversagen.
Folgeerkrankungen
Typische Folgeerkrankungen der Atherosklerose sind Schlaganfall, Herzinfarkt und periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).
Wie eng diese Erkrankungen miteinander in Verbindung stehen, zeigen folgende statistische Befunde:
- Ein Viertel aller Schlaganfall-Patienten wird innerhalb von zwei Jahren ein weiteres gefäßbedingtes (fachsprachlich vaskuläres) Ereignis (Herzinfarkt oder Schlaganfall) erleiden.
- Nach einem Herzinfarkt ist das Risiko, einen weiteren Herzinfarkt, den plötzlichen Herztod oder einen Schlaganfall zu erleiden, dreifach erhöht.
- Innerhalb von fünf Jahren erleiden 25 - 30 Prozent der Patienten mit Durchblutungsstörungen der Beine einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder versterben an den Folgen vaskulärer Ereignisse.